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5 Tipps für die mentale Gesundheit

von Joshua Günther (Kommentare: 0)

Mentaler Stress ist in unserer schnelllebigen „always on“ - Gesellschaft ein weitverbreitetes Phänomen. Oft nehmen wir den Stress und seine Folgen als unvermeidbar hin, doch das ist er nicht. Im Gegenteil, wenn bei ersten Anzeichen umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen werden, dann lässt es sich vermeiden, dass vereinzelte Stressphasen zu gesundheitsgefährdenden Dauerstress ausufern. Dauerstress kann nämlich zu ernsthaften psychischen Erkrankungen führen, die laut dem DAK Gesundheitsreport 2018 nach den Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeitstage darstellt.

Der genannte Report offenbart auch, dass der Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren stetig stieg - und das in allen Altersgruppen.

 

Abbildung 1: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Statista 2019 / Quelle: DAK

 

Damit es nicht so weit kommt, dass kurzfristiger Stress zu echten Beeinträchtigungen führt, kann man mit ein paar Regeln für das eigene Verhalten vorbeugen. 5 Tipps haben wir für Ihre mentale Gesundheit zusammengestellt, die allesamt präventiv für  stressbedingte psychische Erkrankungen wirken.

 

1. Ruhepausen planen
In der Hoffnung dadurch Zeit sparen zu können und unsere Aufgaben schneller zu erledigen, verzichten wir in stressigen Arbeitsphasen oft auf Pausen. Der erhoffte Zeitgewinn ist ein Trugschluss. Kleine Ruhepausen sind in diesen Situationen besonders wichtig, um mental fit zu bleiben. Wem es schwer fällt, Ruhepausen konsequent einzuhalten, der kann sie einfach in seinen Kalender eintragen und sich erinnern lassen. Dabei sollte der Termin mit sich selbst genauso ernst genommen werden wie jeder andere auch. Verschieben gilt nicht! 5-10 Minuten Pause kann jeder investieren – egal wie hoch das Arbeitspensum ist. Denn nach einer kurzen Pause ist man wieder konzentrierter und holt die paar Minuten ganz locker wieder auf. Grundsätzlich gilt: auf jede Anstrengungsphase sollte eine Ruhephase folgen. In welchen Zeitabständen diese Phasen getaktet werden, bleibt jedem selbst überlassen und ist auch abhängig von persönlichen Umständen und der spezifischen Belastung. Nur eines gilt immer: Jede Anstrengung benötigt auch eine Entlastung oder Ruhephase.

 

2. Ausschalten zum auftanken
Unser Gehirn ist den Großteil des Tages einer totalen Flut an Reizen und Informationen ausgesetzt. Vielen Einflüssen können wir uns dabei kaum entziehen. Umso wichtiger wird damit der Teil, den wir selber steuern können, den jeder Einzelne persönlich gestalten kann.

Die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone oder gar die Uhr – egal ob privat oder beruflich – kann massiv Stress verursachen. Wer alle paar Minuten zum Handy greift, um Nachrichten abzurufen, kommt alleine dadurch auf mehrere Stunden Nutzung - und damit geistige Beanspruchung - am Tag. Manch einer bekommt sogar Angst oder Schmerzen, wenn das Smartphone einmal zu Hause vergessen wurde. Dass das nicht gesund ist, erklärt sich von selbst.

Wer also seinen Kopf mal wieder richtig frei bekommen will, der sollte das Handy und am besten auch andere digitale Geräte wie PC oder Fernseher öfter mal ganz bewusst ausschalten. Am leichtesten gelingt das, wenn man es plant: Zum Beispiel ein Abend unter der Woche ohne digitale Helfer. Oder jeden Abend zwei Stunden zum und nach dem Essen ohne Smartphone, Fernseher und Co. Das kann so unglaublich befreiend sein, weil man die Hoheit über sein Tun zurückgewinnt.

Dabei ist es entscheidend, auch diese digitalfreie Zeit zumindest anfangs zu planen, um alternative Beschäftigungen zur Ablenkung zu nutzen. Es gibt jede Menge wichtige und schöne Dingen, denen man sich widmen kann: Kochen, essen, ratschen, lesen, spazieren gehen und noch viel mehr. Genau diesem Thema widmen sich sogenannte „Digital Detox“-Camps, über die hier noch mehr zu lesen ist.

 

3. Genießen lernen
Jeder kann für sich individuell herausfinden, wodurch er am besten entspannen kann. Egal ob ein geplanter Genussmoment, eine Massage, ein langes Bad, Musik hören oder eine andere Entspannungstechniken – Hauptsache es tut einem gut. Einigen hilft es, sich durch autogenes Training oder Meditation selbst zu konditionieren. Mit ein bisschen Übung gelingt es beispielsweise bei einem bestimmten Lied abzuschalten. Auch Sport, Lesen und Zeichnen können effektive Entspannungsmomente bescheren. Jeder sollte verschiedene Strategien ausprobieren, um für sich die individuell passende Entspannungshilfe zu finden.

 

4. Freunde und Familie
Soziale Kontakte sind besonders wertvoll für psychische Stabilität, weil sie einem ein Gefühl der Sicherheit geben, wie ein großes, weiches Netz. Dabei meinen wir sozialen Kontakten nicht den Chat und auch nicht die Likes über Social Media Portale, sondern echte gemeinsame Zeit mit Freunden, Kollegen, Gleichgesinnten und Familie.

Gelegenheiten gibt es genug. Einfach nach der Arbeit zum gemeinsamen Abend verabreden mit Freunden oder auch den Arbeitskollegen und sie von einer ganz anderen Seite kennen lernen. Sich mal in Ruhe aussprechen. Solch positive soziale Kontakte stabilisieren die Persönlichkeit und stärken das Selbstbewusstsein. Die Unterstützung durch Familie und Freunde kann in Belastungssituationen Wunder bewirken. Besonders Großstädter sollten aufgrund des erhöhten Stresslevels und der Anonymität darauf achten, nicht in Einsamkeit zu verfallen.

 

5. Probleme ansprechen
Jeder kennt die Situation: Es beschäftigt einen etwas, es geht im Kopf herum, aber man weiß nicht, wie man es jemandem sagen soll. Man hat Angst den Anderen zu verletzen oder sich selber zu blamieren. Aber jeder kennt auch Situation, wenn es dann zufällig oder auch bewusst auf einmal „raus ist“. Es war dann meist gar nicht so schlimm, im Gegenteil, das wirkt so richtig befreiend. Auch die Reaktion der anderen ist häufig nicht so negativ wie befürchtet, sondern sachlich neutral oder sogar positiv.

In jedem Fall ist man selbst erleichtert, dass das Thema ausgesprochen wurde und damit nicht nur einem selber auf der Seele liegt. Das reicht oft schon, um sich besser zu fühlen. Und wenn die Menschen im Umfeld wissen, was einen beschäftigt, können sie mehr Rücksicht zeigen und sie haben die Möglichkeit einem mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sollte das nicht helfen und die mentale Anspannung über einen längeren Zeitraum anhalten, empfiehlt es sich, einen Spezialisten aufzusuchen, um die Ursachen des psychischen Stresses auszumachen.

 

Mit diesen kleinen Tipps kann man im Alltag schon ganz viel erreichen, was die Reduktion des persönlichen Stressempfindens angeht. Wer das gerne mit Unterstützung von Profis und begünstigt durch einen Tapetenwechsel erleben möchte, dem empfehlen wir eine Gesundheitsreise zum Thema Digital Detox oder mentale Gesundheit.

Auf der Gesundheitsreise schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe: Sie entfernen sich von den täglichen Problemen, haben Zeit für sich und erlernen effektive Entspannungstechniken von ausgewiesenen Experten. Wir nennen das umfassende Gesundheitskompetenz, denn Sie wissen woher Stress kommt und auch wie Sie damit positiv umgehen. Dadurch können Sie nicht nur sich selbst, sondern im Zweifel auch anderen betroffenen Menschen helfen.

Bitte beachten: Die Gesundheitsreise liefert in erster Linie präventive Arbeit. Bei bereits stark vorangeschrittenen mentalen Problemen empfehlen wir in jedem einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

 

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